Das Projekt.

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    „Fußball soll fair, attraktiv, ehrlich und spannend sein. Fußball kann aber nur dann spannend sein, wenn niemand vorher weiß, was in den 90 Minuten eines Spiels passieren wird. Die weltweite Popularität des Fußballs nutzen auch Sportwettanbieter für eigene Geschäftszwecke. Um eine Wette möglichst sicher zu gewinnen, könnten manche Personen so weit gehen und mit kriminellen Mitteln versuchen, den Verlauf eines Spiels und/oder die Wettquoten zu beeinflussen.

     

    Mit dem Projekt „Gemeinsam gegen Spielmanipulation“ wollen DFB, DFL e.V. und DFL alle, die im Fußballbereich aktiv sind, vor allem junge Spieler, frühzeitig und vorbeugend über die von Spielsucht und Spielmanipulationen ausgehenden Gefahren informieren und aufklären. Alle Aktiven, ob Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder Clubverantwortliche, müssen sich ihrer Verantwortung für ihren Sport und für ihre eigene Karriere bewusst sein. Sie sollen außerdem lernen, Gefährdungssituationen zu erkennen, und erfahren, wie sie sich in solchen Situationen am besten verhalten sollen, zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz des Fußballs.“

Was darf ich? Was darf ich nicht?

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    Überblick der wichtigsten Regeln.

    Wer den Fußball liebt, muss ihn schützen und seinen Beitrag leisten, um andere vom falschen Weg abzuhalten. Deshalb gelten für alle, die im Fußball tätig sind, bestimmte Regeln, die unbedingt beachtet werden müssen.

     

     

    1. Wette nicht auf deinen Sport!

    Als Spieler, Trainer oder Verantwortlicher eines Clubs darfst du weder auf Spiele deiner Mannschaft noch auf Spiele der Wettbewerbe, an denen deine Mannschaft teilnimmt, wetten. Außerdem darfst du keine Wetten auf Spiele oder Wettbewerbe, an denen andere Mannschaften deines Clubs (z. B. Zweite Mannschaften, andere Jugendmannschaften, Frauenmannschaften) teilnehmen, abschließen. Als Schiedsrichter in Spielklassen, in denen Wetten angeboten werden, darfst du überhaupt keine Wetten auf Fußballspiele abgeben.

     

    Weitere Informationen findest du in deinem Vertrag (z. B. Fördervertrag, Arbeitsvertrag für Vertragsspieler oder Lizenzspieler) und in § 1 Nr. 2 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB.

     

     

    2. Lass auch andere nicht für dich wetten!

    Du darfst auch nicht deine Familie, Freunde, Freundin oder andere Bekannte darum bitten, solche Wetten für dich abzuschließen oder dich bei einem solchen Vorhaben zu unterstützen.

     

    Weitere Informationen findest du in deinem Vertrag (z. B. Fördervertrag, Arbeitsvertrag für ­Vertragsspieler oder Lizenzspieler) und in § 1 Nr. 2 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB.

     

     

    3. Dein Wissen ist wertvoll – pass darauf auf!

    Als Spieler, Trainer, Clubverantwortlicher oder Schiedsrichter hast du eine besondere Verantwortung. Du weißt, was in deiner Mannschaft und in deinem Club geschieht. Du erfährst es als erster, wenn sich ein Spieler bei einem Abschlusstraining verletzt hat und am nächsten Tag nicht spielen kann oder wenn ein Spieler aus anderen Gründen nicht spielt oder nicht in Bestform ist. Mit solchen Insiderinformationen musst du vorsichtig umgehen und sie für dich behalten. Das muss dir auch bewusst sein, wenn du mit deiner Familie oder Freunden sprichst. Achte insbesondere auch darauf, was du in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter postest. Du kannst nie wissen, wofür andere diese Informationen nutzen werden. Es kann sogar sein, dass jemand ohne dein Wissen mit diesen Informationen eine Wette abschließt und einen Wettquotenvorteil hat, da diese besondere Information nicht öffentlich bekannt ist und die Sportwettanbieter ihre Quoten daher nicht anpassen.

     

    Weitere Informationen findest du in deinem Vertrag (z. B. Fördervertrag, Arbeitsvertrag für Vertragsspieler oder Lizenzspieler) und in § 1 Nrn. 2, 3 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB.

     

     

    4. Spiel kein falsches Spiel!

    Lass dich nicht dazu überreden, sportwidrig in den Verlauf eines Spiels einzugreifen. Wenn Du absichtlich einen unberechtigten Elfmeter herausholst oder einen unberechtigten Platzverweis provozierst, um deiner Mannschaft im Spiel einen Vorteil zu verschaffen, verhältst du dich unsportlich und verletzt die Fußballregeln. Wenn du so etwas tust, oder z. B. einen Elfmeter zum Nachteil deiner Mannschaft absichtlich verursachst oder verschießt, absichtlich ein Eigentor schießt oder sonst sportwidrig das Spiel beeinflusst, um dir oder einem anderen außerhalb des Spiels einen Vorteil zu verschaffen, z. B. eine Wette zu gewinnen, machst du dich zudem der Spielmanipulation schuldig. Jedes absichtliche Fehlverhalten eines Spielers und jede absichtliche Fehlentscheidung eines Schiedsrichters sind verboten. Ein solches Verhalten kann schwerwiegende Konsequenzen haben für dich und deine Karriere. Abhängig vom Fehlverhaltens steht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren für Sportwettbetrug (§ 265c StGB) oder Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben (§ 265d StGB) im Raum. In besonders schweren Fällen (§ 265e StGB) droht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

     

    Weitere Informationen findest du in deinem Vertrag (z. B. Fördervertrag, Arbeitsvertrag für Vertragsspieler oder Lizenzspieler) und in § 6a der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB.

     

     

    5. Vertraue dich an!

    Du musst alle Versuche, dich zu überreden, ein Spiel oder ein Spielereignis sportwidrig zu beeinflussen, melden. Selbst wenn dich jemand aus deinem Umfeld (z. B. Mitspieler, Trainer, Clubverantwortlicher) um einen solchen Gefallen bittet oder du ein solches Angebot abgelehnt hast. Und auch wenn du Gerüchte hörst, dass es solche Angebote gibt oder es zu einer Manipulation kommen kann oder sogar schon gekommen ist, sollst du dein Wissen nicht für dich behalten – auch wenn du gar nichts damit zu tun hast. Du kannst dich immer an deine Familie oder Freunde, aber auch an dein Team oder deine Kollegen, deinen Trainer oder deinen Club wenden. Und wenn du niemanden hast, an den du dich wenden kannst, oder diese Vertrauenspersonen selbst Unterstützung benötigen, kannst du dich bzw. könnt ihr euch an den Ombudsmann wenden. Und bitte vergiss nicht, dass es nie zu spät ist. Es ist zwar umso besser für alle Beteiligten und den Fußball, je früher einem Hinweis nachgegangen und ein Verdacht aufgeklärt werden kann. Aber selbst wenn du oder jemand, den du kennst, bereits in eine solche Situation verwickelt ist, könnt ihr euch an den Ombudsmann wenden und mit ihm besprechen, was ihr nun tun solltet. Es gibt schließlich für jede Situation – und mag sie noch so ausweglos erscheinen – eine Lösung.

     

    Weitere Informationen findest du in deinem Vertrag (z. B. Fördervertrag, Arbeitsvertrag für Vertrags­spieler oder Lizenzspieler) und in § 1 Nr. 2 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB.

     

     

    6. Denk an deine Karriere!

    Sich darauf einzulassen, ein Spiel oder ein Spielereignis sportwidrig zu beeinflussen, kann weitreichende Folgen für deine Karriere haben. Du kannst gesperrt werden und deinen Sport, der dir so wichtig ist, nicht mehr ausüben. Auch ist es nicht ausgeschlossen, dass Schadenersatzforderungen gegen dich geltend gemacht werden oder sogar – abhängig von der Schwere eines Fehlverhaltens – eine Geld-oder sogar eine Freiheitsstrafe wegen Sportwettbetrug (§ 265c StGB) oder Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben (§ 265d StGB) von bis zu 5 Jahren verhängt wird. Möchtest du das wirklich riskieren? Hole dir Hilfe, es ist nie zu spät – aus jeder Situation gibt es einen Ausweg.

     

    Weitere Informationen findest du in § 6a der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB und § 263 StGB (Strafgesetzbuch).

     

     

    7. Denk auch an dein Team!

    Wird bekannt, dass ein Spiel manipuliert wurde, kann der Gegner Einspruch gegen den Spielausgang einlegen. Es kann dann zu einer Wiederholung des Spiels kommen oder dieses Spiel kann zugunsten des Gegners gewertet werden. Außerdem wird der Ruf deines Clubs leiden, denn er wird sehr lange mit einer solchen Manipulation in Verbindung gebracht werden. Das schreckt auch Sponsoren ab und schädigt den Club zusätzlich finanziell.

    Weitere Informationen findest du in §§ 17, 17a der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB.

     

    Die genannten Vorschriften sind unter folgenden Links abrufbar:

Verhaltensregeln.

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    1. Sei klug und kenne die Regeln!

    Fußball lebt von der Spannung und Fairness auf dem Spielfeld. Informiere dich über die sportrechtlichen und gesetzlichen Bestimmungen und mache dich schlau, was erlaubt und was verboten ist. Merke dir vor allem Folgendes:

     

    • Es gibt Wettverbote für Spieler, Trainer, Clubverantwortliche und Schiedsrichter. Sie dürfen keine Wetten auf ihre eigene Mannschaft oder die Wettbewerbe, an denen ihre Mannschaft teilnimmt, abgeben. Außerdem dürfen sie nicht auf Spiele oder Wettbewerbe, an denen andere Mannschaften ihres Clubs (z. B. Zweite Mannschaften, andere Jugendmannschaften, Frauenmannschaften) teilnehmen, wetten. Schiedsrichter in Spielklassen, in denen Wetten angeboten werden, dürfen überhaupt keine Wetten auf Fußballspiele abgeben.

    • Auch dürfen andere (z. B. Familie, Freunde, Freundin) für dich keine Wetten abgeben oder dich dabei unterstützen.

    • Es ist auch egal, ob du zwei Euro, 100 Euro oder noch höhere Beträge einsetzt. Diese Wettverbote gelten unabhängig von der Höhe des Einsatzes.

    • Jeder Hinweis darauf, dass ein Spiel manipuliert ist oder manipuliert sein könnte, muss gemeldet werden. Es ist egal, ob du oder einer deiner Freunde oder Bekannten angesprochen wurde, ob du von deinem Umfeld um einen solchen Gefallen gebeten wurdest oder ob du den Versuch, dich für eine Spielmanipulation zu gewinnen, abgelehnt oder angenommen hast.

    • Abhängig vom Fehlverhaltens steht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren für Sportwettbetrug (§ 265c StGB) oder Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben (§ 265d StGB) im Raum. In besonders schweren Fällen (§ 265e StGB) droht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

     

    2. Verliere nicht die Kontrolle!

    Auch wenn du auf ein Fußballspiel, an dem deine Mannschaft nicht beteiligt ist, eine Wette abgeben darfst, vergiss nicht, dass Sportwetten nach den gesetzlichen Vorschriften zulässige Glücksspiele sind. Verliere nicht die Kontrolle über dein Wettverhalten und deine Wetteinsätze. Du denkst vielleicht, du hast mehr Ahnung vom Fußball als andere und bist mit diesem Wissen auf der sicheren Seite, auch ohne dass du dir Insiderinformationen zunutze machst. Du wirst merken, dass das nicht stimmt. Selbst wenn es gewisse Wahrscheinlichkeiten von Spielergebnissen gibt, die sich auch in den Wettquoten der Sportwettanbieter ausdrücken, kann ein Spiel auch ganz anders ausgehen. Die Unvorhersehbarkeit der Ergebnisse macht ja auch gerade den Reiz und die Faszination unseres Sports aus. Und genau diese Unvorhersehbarkeit müssen wir vor Manipulationen schützen. Lass es also niemals so weit kommen, dass du Schulden machst oder sogar spielsüchtig wirst. Du kannst so leicht in einen Teufelskreis geraten, aus dem du dich nicht von allein wieder befreien kannst.

     

     

    3. Dein Wissen ist wertvoll – pass darauf auf!

    Als Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder Clubmitarbeiter hast du Zugang zu Informationen, die anderen nicht bekannt sind. Solche Insiderinformationen können beispielsweise verletzte Spieler, Mannschaftsaufstellungen, Spielertransfers oder Schiedsrichteransetzungen betreffen. Auch wenn du mit deinen Freunden oder mit deiner Familie sprichst, solltest du vorsichtig sein. Wenn du mit anderen kommunizierst (auch über soziale Netzwerke), sowieso. Du weißt nie, wofür jemand eine solche Information verwenden wird. Dieses Wissen kann nämlich auch bei Leuten gefragt sein, die sich davon einen Vorteil bei einer Wette versprechen. Die Weitergabe von Insiderwissen ist deshalb verboten. Falls du dich nicht daran hältst, kannst du bestraft werden.

     

     

    4. Spiel kein falsches Spiel!

    Bleib ehrlich, sauber und fair, beeinflusse niemals absichtlich sportwidrig den Verlauf eines Spiels oder ein Spielereignis, um dir oder einem anderen einen Vorteil außerhalb des Spiels zu verschaffen und gib niemals eine solche Zusage. Beachte stets die Regeln, denn falls du erwischt wirst oder in den Verdacht gerätst, ein Spiel manipuliert zu haben, drohen dir gegebenenfalls strafrechtliche Konsequenzen. Du setzt deinen Ruf, deine Karriere, den Ruf des Fußballs und vielleicht sogar deine Freiheit aufs Spiel. Falls du ein Angebot zur Spielmanipulation erhältst, sage klar und bestimmt „Nein!“ und hole dir Hilfe bei deinen Vertrauten und dem Ombudsmann.

     

     

    5. Nimm keine Vorteile an!

    Nimm im Zusammenhang mit deiner sportlichen Tätigkeit keine Geschenke, Zahlungen oder sonstige Vorteile an. Du könntest damit jemandem einen Gefallen schulden, der dich dann zu einer Spielmanipulation überreden will. Vermeide solche Abhängigkeiten.

     

     

    6. Hole dir in schwierigen Situationen Rat!

    Nicht alle Probleme lassen sich vorhersehen oder sofort richtig einschätzen. Gerade wenn man sich in einer schwierigen Situation befindet und nicht weiß, wie man sich verhalten soll, sollte man Schwierigkeiten nicht mit sich selbst ausmachen. Es kann hilfreich sein, mit anderen darüber zu sprechen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Beweis für Selbstbewusstsein und verantwortlichen Umgang mit kritischen Herausforderungen.

     

    Vor allem muss jeder Versuch, dich oder andere Spieler dafür zu gewinnen, ein Spiel zu beeinflussen, gemeldet werden (z. B. dem Ombudsmann). Nur so können Vermutungen schnell geprüft, Dinge geklärt oder notwendige Untersuchungen eingeleitet werden. Wegschauen und nichts sagen schützt immer die Falschen und schadet dem Fußball.

Der Ombudsmann.

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    Wie erreiche ich den Ombudsmann?

    Rechtsanwalt Dr. Carsten Thiel von Herff

    Thiel von Herff | Rechtsanwälte

    Detmolder Straße 30

    D-33604 Bielefeld

    Tel.: +49 521 557333-0

    Fax: +49 521 557333-44

    Mobil: +49 151 58230321

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